Heute ist der


Naturkundliche Woche in den Allgäuer Alpen
Während einfacher bis mäßig anspruchsvoller Wanderungen auf idyllischen Wegen begegnen wir der vielgerühmten Blumenvielfalt und Tierwelt der Allgäuer Alpen unter fachkundiger Begleitung durch den Biologen und Autor "Naturgeschichte Allgäu" Dr. Michael Schneider. Lassen Sie sich abends von der traditionellen Schwäbisch-Allgäuer Küche verwöhnen. Unsere Leistungen: Unterkunft im geräumigen Wohnstudio im Haus Pfeiffermühle oder im einfachen Hotelzimmer im Altbau mit Übernachtung, Frühstück, dreigängigem Abendessen, naturkundlichen Aktivitäten entsprechend Ihren Wünschen sowie kostenloser Schwimmbadbenutzung ab € 36,- pro Person.
Termine auf Anfrage

Aus dem Programm

Vorträge
Geologie der Alpen
Flora und Fauna der Allgäuer Alpen
Floristische Besonderheiten und Raritäten des Allgäus
Heimische Giftpflanzen und Gifttiere
Gesetzliche Grundlagen des Naturschutzes

Wanderung zu einer Streuwiese
(ca. 3 Std.): Die Wanderung geht zunächst entlang einer Wiese und über eine Weide, die, wie die typische Kulturlandschaft des Allgäus, von Weidewirtschaft geprägt sind. Weiter geht der Weg durch den Wald, wo die Teilnehmer mit den Vor- und Nachteilen von konventionellem Waldbau sowie neuen Ansätzen in der Forstwirtschaft, Waldsterben und Borkenkäferproblematik konfrontiert werden. Höhepunkte sind eine Streuwiese wo wir neben dem „fleischfressenden“ Fettkraut, eine bunte Bergblumenwiese mit einer beeindruckenden Vielfalt an geschützten Pflanzen wie Enzian und Knabenkräuter, Heilpflanzen von Arnika bis Zinnkraut, Giftpflanzen wie Tollkirsche, Eisenhut und Hahnenfuß bewundern sowie einen Blick auf unsere schönen Berge werfen können. Daneben trifft man an einem sonnigen Tag eine Vielzahl von Schmetterlingen, Grashüpfern, Käfern und anderen Insekten an. Auf dem Rückweg geht es entlang eines Wildbaches zu skurrilen, ausgewaschenen Felsen im Bachbett, die von Wasser und Sand über Jahrmillionen aushöhlt wurden und an Badewannen erinnern.

Wanderung rund um den Sorgschrofen
(ca. 4 Std.): von der Pfeiffermühle über Jungholz hinab ins Vilstal, flussaufwärts zur Kälblealpe (mit Einkehr) und hoch nach Rehbach; über Steineberg und Unterjoch zurück. Bei der Wanderung auf traditionellen Schmugglerpfaden wird die deutsch-österreichische Grenze viermal überschritten. Aus naturkundlicher Sicht ist der Abstieg ins Vilstal über einen bunten Trockenrasen sowie mehrere geologische Aufschlüsse an der Ostseite des Sorgschrofens besonders interessant. Daneben werden viele interessante Fakten zu Nutzpflanzen, gebietsfremden Tieren und Pflanzen, Insekten, heimischem Wild und zu einigen der vielfältigen komplexen ökologische Zusammenhänge dargeboten.

Wanderung zur Hirschalpe
(ca. 5 Std.): Mit dem Bus geht es zunächst nach Oberjoch, von wo der Weg über eine bunte Bergweide zur Kanzel führt. Hier hat man eine unvergessliche Aussicht in die Ostrachtaler Berge. Auf dem Weg trifft man eine Vielzahl an geschützten, seltenen und charakteristischen Pflanzenarten an wie Geißbart, Kugelorchis, Quirlblättrige Weißwurz, Ochsenauge und Bärtige Glockenblume an. Weiter geht’s zur Hirschalpe, wo man sich mit einem Glas Buttermilch erfrischen und Fragen zum Gesehenen und Erlebten diskutieren kann. Zurück geht der Weg über den Spießer, am Hotzenberg vorbei nach Unterjoch und schließlich zur Pfeiffermühle.

Wanderung zum Wertacher Hörnle
(ca. 7 Std.) Von der Pfeiffermühle aus führt uns der Weg über den Panoramaweg zum Wertacher Hörnle, wo man im Juni ein Meer aus Rot, die Blüte der Alpenrose, bewundern kann. Der Abstieg geht über einen Karsee zur Schnitzlertalalpe, wo man sich vor der Hütte in der Sonne mit einer Brotzeit stärken kann und dann über die Oberbichler Alpe zurück. Während der gesamten Wanderung befindet man sich im Landschaftsschutzgebiet Grünten-Großer Wald-Deutsche Alpenstraße-Wertachtal.

Exkursion "Auf den Spuren der Eiszeiten" (ca. 5 Std.) In den letzten 650.000 Jahren waren die Alpen mehrmals mit einer bis zu 4 km dicken Eisschicht bedeckt. Von den Eismassen zeugen noch heute Karseen, Moränen, Findlinge und andere Spuren. Die Exkursion zu eiszeitlichen Geotopen im Oberallgäu führt zur Starzlachklamm, den Gletscherschliffen bei Rettenberg, auf die Seitenmoräne des Illergletschers und zum Findling Nagelstein bei Oberschwarzenberg.

ferner je nach Jahhreszeit:
Fledermausbobachtung, Hochmoor-Spaziergang, Spurensuche im Schnee (mit Schneeschuhen), gewässerkundlich-geologische Bachwanderung, Betrachtung des Sternenhimmels, Führung durch den Gehölz-Lehrpfad u.v.m.