Heute ist der


Verglichen mit der Savanne des südlichen Afrikas oder dem tropischen Regenwald hat das Allgäu natürlich nur eine geringe Vielfalt an Vögeln und Säugetieren zu bieten. Unsere heimischen Säuger sind Rothirsch, Reh, Steinbock, Gämse, Dachs, Fuchs, Schneehase, Murmeltier, Marder, Siebenschläfer, Wiesel, mehrere Fledermaus- und Spitzmausarten, Igel, Maulwurf und Nagetiere wie Eichhörnchen, Feldhamster, Schermaus, Feldmaus und Waldmaus. Gelegentlich wandert der Biber wieder ins Oberallgäu ein. Ferner beobachten wir regelmäßig Gartenschläfer in der Pfeiffermühle. Das ist eine Besonderheit, da der Gartenschläfer normalerweise in Obst- und Weinanbaugebieten anzutreffen ist. Die Pfeiffermühle ist somit der vierte nachgewiesene Fundort von Gartenschläfern im Oberallgäu!

Erste Reihe (von links nach rechts): Admiral auf Alpen-Dost, Blatthornkäfer auf Schlangenwurz, Tagpfauenauge auf Geranie, Hummel auf Flockenblume; zweite Reihe: Eichlaubradspinne auf Giersch, Biene auf Purpur-Fetthenne, Widderchen auf Berg-Sandglöckchen, Schwebfliege auf Berufskraut, Stubenfliege und Schwebfliege auf Johanniskraut, Kaisermantel auf Rotklee. © Michael Schneider, 2006

Die Vielfalt an Blumen im Allgäu bietet ideale Voraussetzungen für Schmetterlinge und andere Blütenbesucher. Wen wundert es da noch, dass man auf einer sonnigen Wiese im Sommer eine große Anzahl an bunten Schmetterlingsarten antrifft oder Hummeln und Käfer beobachten kann, die sich mit lautem Brummen über kleine oder große und bunte oder schlichte Blüten hermachen.

Bock auf Urlaub? Bock auf...
Kümmel, Margerite, Sterndolde, Schwalbenwurz-Enzian, Kugelorchis, Giersch, Mädesüß und Weidenröschen (von links nach rechts). © Michael Schneider, 2006

Schützenswerte Raritäten
Eine Reihe seltener, geschützter und bisweilen merkwürdiger tierischer Geschöpfe lässt sich häufig in der Nähe der Pfeiffermühle beobachten. Dazu gehören Fledermäuse, die sich bei Einbruch der Dunkelheit auf Insektenjagd begeben. In letzter Zeit haben sich größere Gruppen der geschützten Kolkraben in der Nähe unseres Hausberges, dem Sorgschrofen, eingefunden. Mit ein wenig Glück kann man auch seltene Raubvögel wie Schleiereule, Steinadler und Kauz beobachten. Andere Vogelarten sind zwar häufiger, aber deshalb nicht weniger schön anzusehen wie beispielsweise Buntspecht, Eichelhäher und Bergdohle. Die geschützten Berg- oder Alpenmolche kann man im Frühling in Teichen und Tümpeln antreffen. Wie Frösche gehören diese Schwanzlurche zu den Amphibien. Ihre Larven ähneln bereits den Erwachsenen, mit Ausnahme der Kiemen, die wie große Fächer hinter dem Kopf aus dem Körper ragen.