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Bei guter Witterung kann man nachts Insekten wie Nachtfalter, Schnaken, Käfer oder Köcherfliegen beobachten, die um künstliche Lichtquellen schwirren. Ein geradeaus fliegendes Insekt ändert auf Grund der weiten Entfernung kaum seine Position relativ zum Mond. Das ist anders bei einen Insekt, das an einer künstlichen Lichtquelle vorbei fliegt, die sich beispielsweise auf seiner rechten Seite befindet. Um seine relative Position zur Lichtquelle konstant zu halten, ändert das Insekt stetig seinen Kurs, so dass die Lichtquelle weiterhin auf seiner rechten Seite verbleibt. Dadurch nähert sich das Tier spiralförmig der Lichtquelle und fliegt dort oft völlig verwirrt herum. Dieses Verhalten macht man sich zu nutze, um nachtaktive Insekten in Lichtfallen zu locken, so dass beispielsweise ihre Artenvielfalt oder Verteilung bestimmt werden kann. Lichtfallen bestehen meist aus einer lichtreflektierenden Leinwand oder einem Netz oder Plexiglas in Zylinderform sowie einer Lichtquelle, die „Schwarzlicht“ mit einem bestimmten UV-Anteil emittiert.
Wir besuchen spät abends oder am früh morgens mehrere Neonlampen im Außenbereich und können verschiedene Nachtfalterarten antreffen. Voraussetzung ist gutes Wetter und idealerweise Neumond. Zusätzlich stellen wir Schälchen mit überreifem Obst auf, das auch sehr effektiv Nachtfalter anlockt. Welche anderen Insekten können wir beobachten?