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von Dr. Michael Schneider
Geologie der Alpen
Ein Ausflug in die Erdgeschichte verdeutlicht, wie die Alpen vor ca. 70 Mio. Jahren aus einem tropischen Flachmeeres entstanden sind. Die Alpen stellen ein komplexes Gefüge aus Gestein und Sedimenten verschiedenen Alters und Herkunft dar. Jedoch nach einer kurzen Einführung in die unterschiedlichen Alpengesteine kann man sich leicht selbst erklären, warum einige unserer Berge wie sanfte Hügel und andere schroff und zerkarstet erscheinen, oder warum manche Pflanzen auf bestimmten Bergen nicht zu finden sind.
Flora und Fauna der Allgäuer Alpen
Die wichtigsten Pflanzengesellschaften der Allgäuer Alpen werden vorgestellt und deren typische Arten illustriert: die beeindruckende und bunte Vielfalt von Wildblumen mit geschützten Pflanzen wie Enzian und Knabenkräuter, Medizinalpflanzen von Arnika bis Zinnkraut und Giftpflanzen wie Tollkirsche, Eisenhut und Herbstzeitlose. Zunächst jedoch führt eine Zeitreise in die Erdgeschichte, um aufzuzeigen, welchen drastischen Änderungen Flora und Fauna durch Kontinentalverschiebung und wiederkehrende Kaltzeiten unterworfen waren. Ferner erfährt man allerlei Kurioses über unsere heimische Tierwelt.
Heimische Giftpflanzen
Von Alpen-Akelei bis Zypressenwolfsmilch: weit über 100 Giftpflanzenarten sind im Allgäu heimisch. Einige davon, wie Blauer Eisenhut, Maiglöckchen, Eibe, Roter Fingerhut, Tollkirsche oder Herbstzeitlose sind unter Umständen tödlich für den Menschen. Der Vortrag liefert zwar keine Anleitung zum Giftmord, wohl aber interessante und allgemein verständliche Informationen beispielsweise über die wichtigsten Giftklassen, zur ökologischen Funktion der Gifte, deren Wirkung und therapeutischen Bedeutung.
Heimische Gifttiere
Mit Bienen und Wespen hat sicherlich schon jeder Bekanntschaft gemacht und deren schmerzhaften Stiche erfahren. Jedoch gibt es eine Vielzahl weiterer heimischer Gifttiere, die man kaum kennt, da Bisse von Spinnen und Schlangen bei uns sehr selten sind oder man normalerweise Molch, Maulwurf und anderes giftiges Getier nicht in den Mund nimmt. Im Vortrag werden interessante und allgemein verständliche Informationen beispielsweise zu Giftklassen, der ökologischen Funktion der Gifte und Beispiele von giftigen Spinnen, Insekten, Amphibien, Reptilien und Säugetieren präsentiert.
Gesetzliche Grundlagen des Naturschutzes
Wie funktioniert die Naturschutzverwaltung in Bayern? Was ist der Unterschied zwischen einem Nationalpark und einem Naturschutzgebiet? Dürfen Schlüsselblümchen gepflückt werden? Wissenswertes über Biotop- und Artenschutz sowie Bußgeld- und Strafvorschriften werden anhand internationaler Übereinkommen wie des Washingtoner Artenschutzabkommens, Richtlinien der Europäischen Union wie der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie sowie nationaler Gesetze und Verordnungen wie des Bundesnaturschutzgesetzes erörtert.
Gebietsfremde Arten
Niemand vermutet Schlimmes hinter Kartoffel und Tomate, die zu Christoph Columbus Zeiten von Südamerika nach Europa gelangten. Die meisten gebietsfremden Tier- und Pflanzenarten, die sich im Laufe von Jahrhunderten bei uns verbreitet haben sind harmlos, lediglich Arten, die sich unkontrolliert vermehren, wie Drüsiges Springkraut, Herkuleskraut, Staudenknöterich, Grauhörnchen, Kartoffelkäfer oder Reblaus, können unabsehbare wirtschaftliche, ökologische und gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Gebietsfremde Arten sind die dritt wichtigste Ursache für den Verlust von Artenvielfalt. Alleine in Deutschland gibt es schätzungsweise 4 000 gebietsfremde Tier- und 12 000 gebietsfremde Pflanzenarten. Im Vortrag wird die Geschichte einiger harmloser aber auch bedenklicher Einwanderer vorgestellt, ihre Herkunft, die Gründe für ihren Import, die Auswirkungen der "Invasion" sowie Bekämpfungsmaßnahmen dargestellt.